Die edle Fassade des Bordells Medea kaschiert die grauenvollen Umstände, die dem Hause zugrunde liegen: Zwangsprostitution. Hier treffen die Geschichten unterschiedlicher Frauen aufeinander, die in der Ausweglosigkeit nicht nur versuchen, zu überleben, sondern auch Teile ihrer Menschlichkeit zu bewahren. Erika, die früher auf der Straße gelebt hat. Carmen, die sich im Bordell selbstverwirklicht. Abigail, die sich mit Alkohol der Realität entzieht.

Abigail sieht bald nur noch einen Ausweg. Doch etwas ändert sich, als eines Nachts neue Frauen in das Bordell gebracht werden – unter ihnen das junge Mädchen Nowa. Eine Welle von Erinnerungen und alten Gefühlen überwältigen Abigail, die plötzlich alles daran setzt, Nowa zu beschützen. Aber nicht nur die Madam des Hauses übt Druck auf Abigail aus, auch in ihren eigenen Reihen scheint ihr unberechenbares Verhalten auf wenig Verständnis zu stoßen. In all dem verliert Abigail jedoch eines mehr und mehr: sich selbst.

Ein Stück über Macht und Kontrolle, Identität, sexuelle Gewalt und die Aufarbeitung von vergangenen Traumata.

Inszenierung & Text

Phil Schlöter

Spieltage

Fr. 08.10.
20:15
Kulturticket
Sa. 23.10.
20:15
Kulturticket