Merkwürdige Dinge ereignen sich im Leben des Studenten Nathanael: er glaubt, den Mann, dessen alchemistische Experimente einst den Tod seines Vaters verursachten, wiedergesehen zu haben. Olimpia, die Tochter seines Dozenten, übt eine merkwürdige Faszination auf ihn aus. Und über allem schwebt die Angst vor dem Sandmann, einem Monster, das Kindern die Augen ausreißt. Getrennt von seiner Verlobten Clara und seinem Freund Lothar droht Nathanael den Verstand zu verlieren…
E. T. A. Hoffmanns Kunstmärchen aus dem Jahr 1816 ist einer der bekanntesten Texte der Romantik. In schaurigen Bildern und mit psychologisch fein gezeichneten Figuren erzählt er von der Wucht, mit der uns die traumatischen Erlebnisse unserer Kindheit einholen können, und von dem Wahnsinn, in den uns die Verwechslung von Mensch und Maschine führt.
Pressestimmen:
„Der Schauspieler John Wesley Zielmann rezitiert mit eindrucksvollem Mienenspiel und volltönender Stimme das Märchen. Dabei schafft er es, im Sitzen und mit wenigen Gesten der Hauptfigur Nathanael Lebendigkeit zu geben. Begleitet wird er vom Cellisten Patrick Reerink, der einerseits die Kapitel im Märchen mit selbstgeschriebener Musik und Anklängen von J.S. Bach füllt, andererseits auch die Rezitation mit passenden Geräuschen und Stimmungen versieht.“ (Rezension Westfalen Blatt November 2025)
„Die Verbindung zwischen der sehr lebendigen, düster bis heiteren Lesung von John Wesley Zielmann mit der Musik des Cellisten Patrick Reerink zieht das Publikum in den Bann der Geschichte…. und erlebt einen künstlerisch-musikalisch hochklassigen Abend.“ (Kulturtage Steinhagen)
„Sprachliche Gesten finden einen musikalischen (…) Widerhall. Die fantastische Erzählung, die von der Märchenwelt ebenso inspiriert wurde wie von dunklen Kindheitsängsten, der Faszination für die Alchemie und mechanische Automaten, wird umrankt von einer vielschichtig angelegten Aura, die das Publikum wie in einen Sog hineinzieht. (…) John Wesley Zielmann erzählt Nathanaels tragische Geschichte mit dem dramaturgischen Gespür eines erfahrenen Schauspielers. Das Cello von Patrick Reerink markiert die erzählerischen und szenischen Wechsel, verknüpft romantische Traditionen mit einem Hauch von Minimalmusik. (….) Die Besucher der Veranstaltung sind beeindruckt, erleben Literatur auf einer neuen Ebene, in einem neuen Gewand.“ (Offenburger Tageblatt, Februar 2026)
Gastspiel
John Wesley Zielmann (Schauspieler)
Patrick Reerink (Cellist)
Das Kulturticket gilt bei diesem Gastspiel nicht. Ticketpreise: 5 – 20 Euro (jede*r zahlt, so viel, wie sie*er kann)